Maskenpflicht in der Pflege – das andere Gesicht

Masken tragen besitzt viele „Gesichter“ und wirkt immer etwas unnatürlich. Wer eine Maske trägt der strahlt seine Persönlichkeit nicht aus.

In der Pflege ist Persönlichkeit aber ein sehr wichtiger Bestandteil, eben weil Pflege Beziehung bedeutet. Kann man keine Beziehung pflegen, dann leidet unter anderem der Anspruch der Pflegenden sowie deren Qualität und es entsteht Unzufriedenheit. Diese Unzufriedenheit fördert unter Umständen Stress- und Krankheitsgefühle.

Die Gesichtszüge sind in der Pflege von nicht unerheblicher Bedeutung. Zum Einen ist das Gesicht für Menschen eine Hilfestellung. Besonders Menschen die nicht mehr richtig hören können, benötigen das Gesicht um Lippen zu lesen und die entsprechenden Inhalte verstehen zu können. Zum Anderen wird durch das Gesicht und die Mimik den Pflegebedürftigen Menschen ein gutes und positives Gefühl vermittelt. Man kann zwar auch mit den Augen lächeln, doch ein erkrankter oder hilfsbedürftiger Mensch, aber auch Mitarbeiter, benötigen oft ein herzliches Lachen.

Gerade in der Pflege der älteren Menschen ist ein Lächeln mehr wert als tausend Worte und fördert den großen Teil der Empathie in der Pflege.

Für Arbeitgeber wie auch für Arbeitnehmer stellt dies eine besondere und vor allem individuelle Herausforderung dar. Was könnte jeder einzelne, das Team und das Unternehmen tun?

Fallbesprechungen wäre unter anderem eine Unterstützungsmöglichkeit. Hier wäre der Ansatz erwägenswert, wie man bei jeder einzelnen Person vorgeht und welche Bedürfnisse sie und ihr Gegenüber haben. Das Pflegepersonal sollte zudem über die zusätzlichen Belastungen im privaten Umfeld nachdenken und wie sie diese optimal meistern können oder welche Unterstützung sie benötigen. Über die eigene Situation zu reflektieren schafft oftmals Klärung und das kann unterstützend sein um Spannungsfelder zu analysieren und richtig aufzulösen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die psychosoziale Begleitung, vor allem für die Pflegenden. Dass bedeutet, dass den Pflegenden eine Plattform des gegenseitigen Austausches gestellt wird. Dies sollte begleitet werden, denn sonst könnte dies gegebenenfalls ausufern. 

Auch über die Definition von Qualität könnte der Arbeitgeber sowie das Team Einigung finden. Das bedeutet, sich die Frage zu stellen: Was braucht es wirklich in dieser Situation? Wo können / sollten / dürfen wir anders denken und neue Wege einschlagen? Was ist jetzt für die Pflege am Wichtigsten?

Hierzu sollte man die Mitarbeiter mitentscheiden lassen. Manchmal hat auch der Arbeitgeber die Aufgabe, Mitarbeitern die „Absolution“ für eine neue Art der Pflege zu ermöglichen und das Neue einfach auszuprobieren. Beziehungsarbeit über die Grundbedürfnisse von waschen, essen und schlafen zu setzen. Dazu benötigt es in der Pflege kontinuierlich Begleitung, denn „Loslassen von Alten“ ist ein „scharfes Schwert“.

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