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„Hier machen alle was sie wollen, keiner was er soll und alle machen mit.“

Es ist schon ein paar Tage her, aber wie ich finde noch immer bemerkenswert. Am 18.09.19 fand in Wilsdruff das 2. Mitteldeutsche Bauhofforum statt. Als Spezialist für die öffentliche Verwaltung hatte die B & P Kommunalberatung alle Bauhofleiter*innen der Städte und Gemeinden der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg eingeladen. Ich wurde als Referent zum Thema Personalführung angefragt und habe mich gefreut, dass B & P neben „Verwaltung“ und „Technik“ auch diese Bedürfnisse der Führungskräfte im Focus hatte. 

Um die Neugierde zu wecken, habe ich den folgenden Artikel geschrieben, der vorab im hauseigenen Newsletter der B & P veröffentlicht wurde:

„Hier machen alle was sie wollen, keiner was er soll und alle machen mit.“ So geht Führung heute!?

Jede/r von Ihnen kennt diesen Spruch in dieser oder ähnlicher Form. In der Regel ist er negativ belegt und soll die für Sie anstrengende Situation, z.B. auf Ihrem Bauhof, beschreiben.

Bei genauerer Betrachtung könnte es auch anders sein. Nehmen wir mal an, jede/r macht wirklich was sie/er will, also das Gegenteil von sollen oder gar müssen. Kaum auszuhalten wie gut sich das anfühlen müsste. Für diejenigen, die nicht mehr sollen, nur noch wollen dürfen. Ich weiß nicht, was Sie gerade bei der Vorstellung sehen, dass alle nur machen, was sie wollen. Ich sehe Mitarbeiter*innen, die ihre Aufträge angemessen ausführen. Ich sehe Arbeitsgruppen mit guten Arbeitsergebnissen und guter Pausenregelung. Es gibt weniger Beschwerden der Bürger*innen. Die Sicherheitsvorschriften werden eingehalten, Geräte und Werkzeuge pfleglich behandelt und sind nach Gebrauch immer an ihrem Platz. Alle haben immer gut zu tun, vermeiden Leerlauf und Unnützes. Der Umgang miteinander ist freundlich, man hört gut zu, fragt gezielt nach, um besser verstehen zu können. Es herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Alle sind motiviert und arbeiten selbstverständlich gerne mit.

Nun stellen Sie sich weiter vor, dass das nicht unbemerkt bleibt. Alle Mitarbeiter*innen, die so arbeiten, werden von ihren Vorgesetzten permanent gelobt und für die Leistungen die sie erbringen wertgeschätzt. Dieses hohe Maß an Anerkennung erfüllt sie mit Stolz und lässt sie noch fleißiger und umsichtiger sein. Natürlich bekommen das alle mit, egal ob Familie oder Freundeskreis. So eine Zufriedenheit mit der Arbeit, den Kolleg*innen und den Vorgesetzten ist nun wirklich eine Seltenheit. Viele werden Fragen wie das denn sein kann. Die Skeptiker*innen werden so lange nachfragen, bis auch sie verstanden haben, auf diesem Bauhof will und kann man wirklich gut arbeiten. Nicht selten werden dann Ihre Mitarbeiter*innen gefragt, ob noch Stellen frei sind und wo man sich bewerben kann.

Das lässt sich natürlich noch steigern. Denn auch Ihre Zufriedenheit wird groß sein. Andere Führungskräfte schauen voller Anerkennung auf Sie und Ihren Bereich. Sie werden um Rat gebeten. Andere Kommunen werden Sie besuchen wollen. Kurz gesagt, alles was Sie sich als Führungskraft gewünscht haben, ist in Erfüllung gegangen.

Na, wie gefällt Ihnen diese Vorstellung? Antworten Sie bitte ganz persönlich und spontan. Hört ja niemand. Es scheint nichts mehr von dem da zu sein, worüber Sie sich ärgern könnten. Nichts mehr da, was Sie Stress, Unmöglich und täglichen Wahnsinn nennen könnten. Und nicht nur das. Ich glaube, die eine und der andere von Ihnen ist schon ganz „drin“ in dieser Vorstellung von selbstbestimmter, eigenverantwortlicher und wertgeschätzter Arbeit, wünscht sich genau das, und zwar als erstes für sich selbst.

Und das ist gut so. Durch meine persönlichen Erfahrungen als Führungskraft und in der Arbeit als Systemischer Coach weiß ich, dass sich Zukunft aktiv gestalten lässt. Und wenn das geht, warum dann nicht die bestmögliche Zukunft, die Sie sich als Führungskraft für Ihren Bereich vorstellen können?

Ausgezeichnete Leistungen, Zufriedenheit und Sinnstiftung am Arbeitsplatz, dafür steht wirksame Führung heute. Angesichts gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen entfalten die bisherigen Vorstellungen von Verwaltung und Organisation immer seltener die von ihnen erwartete Wirksamkeit. Positive Psychologie und systemisches Denken führen hier zu neuen Konzepten.
Seien Sie herzlich eingeladen sich und Ihre Arbeit als Führungskraft aus neuen Perspektiven zu betrachten. Lassen Sie sich durch meinen Impulsvortrag am 18.09.19 zum „2. Mitteldeutschen Bauhofforum“ in Wilsdruff inspirieren sich selbst und Ihre Mitarbeiter*innen eigenverantwortlicher, selbstwirksamer und damit erfolgreicher zu führen. Vielleich sagen Sie ja bald:
„Hier machen alle was sie wollen, keiner was er soll und alle machen mit.“ So geht Führung heute!

Die Veranstaltung selbst war ein voller Erfolg. Sowohl vorab als auch am Tag selbst zeigte sich die B & P Kommunalberatung als gute Gastgeberin. Die Verantwortlichen der Bauhöfe waren sehr interessiert und zeigten sich offen für meine Impulse. Im Anschluss gab es vertiefende Gespräche und einige Ideen, wie sich die Impulse in den Alltag integrieren lassen um noch wirksamer in Führung gehen zu können.

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest oder denkst, dass auch Deine Führungskräfte solche Impulse gut gebrauchen könnten, komm auf mich zu. Das mache ich wirklich sehr gerne.

Inspirierende Grüße

Udo Hecker

Systemischer Organisationscoach