Katrin Borrmann führt Analysen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements häufig anhand spezieller Modelle durch, die es ermöglichen, einen neuen Blick auf das Gesundheitsmanagement im Unternehmen zu bekommen und neue Lösungsansätze eröffnen. Im Folgenden erläutert Sie zwei dieser Modelle und die dazugehörige Vorgehensweise.

Im Bereich BGM kann man sehr gut das “Sieben-S-Modell“, oder auch das “Japanische Modell“ genannt, anwenden.

Denn dieses Management Konzept enthält ebenfalls die sogenannte inneren und äußeren Faktoren im Bereich Arbeits- und Lebensqualität aller Beteiligten. Wichtig ist, dass alle Faktoren voneinander abhängig sind und sich gegenseitig ergänzen sowie gründlich aufeinander abgestimmt sein sollten. Denn bekanntermaßen macht die Dosis das Gift.

Als Beispiel wäre als äußerer Faktor die Arbeit/Arbeitsplatz/Arbeitsanforderung oder im Sieben-S-Modell die Struktur zu nennen. Hierbei geht es primär um die Unternehmensorganisation, unter anderem auch den Arbeitsplatz, den dazugehörigen Aufgaben sowie deren Herausforderungen und Anforderungen.

Ein dazu passender innerer Faktor ist die psychische und physische Gesundheit oder der Stil. Hierbei handelt es sich um das Arbeitsklima, also das Sozial- und Leistungsverhalten aller Mitarbeiter. Daraus lässt sich ableiten, was beispielsweise zu gesundheitlichen Einschränkungen oder begrenzter Leistungsfähigkeit führt und wie sich Gesundheit unmittelbar auf die Arbeitsfähigkeit auswirken kann.

Es bedarf verschiedene Konzepte, um den verschiedenen Herausforderungen offen zu begegnen und die Wandlungsfähigkeiten aktiv mitzugestalten. Dabei sind die verschiedenen Umweltfaktoren und die innerbetriebliche Organisation insgesamt zu betrachten.